Was muss der Mieter beim Auszug machen

Der Umzug in München steht vor der Tür und bei vielen Mietern stellt sich dann die Frage, was muss der Mieter beim Auszug machen? Diese Frage kann pauschal gar nicht so leicht beantwortet werden.

Zwar gibt es allgemeingültige Dinge, die der Mieter bei seinem Wohnungsauszug durchführen sollte. Doch es kommt natürlich auch darauf an, ob für den Auszugsfall bestimmte Klauseln im Mietvertrag vereinbart wurden.

Wohnung so hinterlassen, wie sie beim Einzug war

Was der Mieter im Auszugsfall wirklich machen muss, ist immer wieder Thema bei Konflikten zwischen Mietern und Vermietern. Denn selbst für das Mietverhältnis über Jahre lang völlig reibungslos lief, kommt es oft bei einem Auszug des Mieters dann dazu, dass Probleme auftauchen.

Dabei muss das natürlich nicht so kommen, wenn man sich als Mieter bei dem Wohnungsauszug an bestimmte Regeln hält, die im Allgemeinen auch eine Art rechtliche Bindung sind. So gilt generell, dass der Mieter in München beim Ausziehen aus der Wohnung diese eigentlich so hinterlassen muss, wie er sie beim Einzug vorgefunden hat. Viele denken sich jetzt wahrscheinlich, dass so etwas eher gar nicht problematisch ist.

Aber auch hier kann es zu Fehlern des Mieters kommen oder aber zu Problemen mit dem Vermieter, weil dieser den Auszug auch finanziell nutzen möchte, um noch schnell auf Kosten des Mieters Renovierungsarbeiten beziehungsweise Reparaturarbeiten durchführen zu lassen. Gefallen lassen muss man sich das als Mieter zunächst einmal nicht. Es kommt halt immer auf den Einzelfall an.

Putzen, Renovieren, Abbaumaßnahmen und Co.

Damit man die Wohnung in dem Zustand an den Vermieter übergeben kann, in der sie sich auch befunden hat als man eingezogen ist, sind natürlich zunächst einmal alle Dinge zu entfernen, die man selbst eingebaut hat. Wenn der Vermieter klagen möchte, hat man immer noch Reaktionsmöglichkeiten vor Gericht.

Hat man beispielsweise Einbauschränke in die Wohnung einfügen lassen oder aber andere Bodenbeläge verlegt, so müsste man hierbei rechtlich eigentlich jegliche Schränke abbauen und auch den Boden in dem Zustand übergeben, indem er war, als man eingezogen ist.

Oftmals sehen Vermieter das allerdings nicht so eng, vor allem wenn beispielsweise durch eine Einbauküche das gesamte Mietobjekt aufgewertet wird. Hier empfiehlt es sich eine besondere Absprache mit dem Vermieter zu treffen, um herauszufinden, ob der aktuelle Zustand der Wohnung inklusive Ein- oder Umbauten vom Vermieter so übernommen wird. Dann geht natürlich, dass die Wohnung auch in einem renovierten Zustand an den Vermieter übergeben werden muss, wenn dies im Mietvertrag so vorgesehen ist.

Schönheitsreparaturen und Renovierungen

Insbesondere dann, wenn man selbst eine frisch renovierte Wohnung gezogen ist, wird das regelmäßig verlangt. Aber Achtung, eventuell muss eine Wohnung auch trotz mietvertraglicher Vereinbarung nicht im renovierten Zustand übergeben werden, wenn man diese auch nicht in einem renovierten Zustand bezogen hat. Anwaltlicher Rat einzuholen, kann sich in diesem Fall durchaus lohnen.

Des Weiteren geht natürlich, dass die im Mietvertrag vereinbarten Schönheitsreparaturen und Renovierungen während der Mietlaufzeit durchgeführt wurden, auch wenn im Vertrag für den Auszug keine Übergabe einer renovierten Wohnung vereinbart wurde. Zudem ist es immer sinnvoll, die gesamte Wohnung in München  auf Hochglanz zu putzen. Mal abgesehen davon, dass in vielen Verträgen einer Grundreinigung beziehungsweise „besenrein“ vereinbart wurde, bringt eine gründliche Reinigung natürlich einige Vorteile.

Denn strahlende Fliesen im Badezimmer sind die Armaturen glänzend geputzt und auch alle anderen Dinge sehr sauber, so sehen viele Vermieter bei der Wohnungsübergabe nicht allzu genau hin und suchen nicht nach jedem noch so kleinsten Mangel.

Alle Schlüssel abgeben

Es gibt aber noch mehr Sachen, die der Mieter beim Auszug machen muss. So ist es von großer Bedeutung, dass der Mieter alle Schlüssel abgibt, dir zuvor beim Einzug erhalten hat. Sollte auch nur ein Schlüssel fehlen, so hat der Vermieter nämlich das Recht beispielsweise Türschlösser austauschen zu lassen und die Kosten auf den Mieter abzuwälzen.

Und solche zusätzlichen Kosten kann sicherlich kaum einer wirklich gebrauchen, der gerade mitten im Umzug steckt. Übrigens, hat der Mieter seine Nebenkosten schon für das ganze Jahr im Voraus gezahlt und sieht mitten im Jahr aus, so kann er natürlich eine Rückforderung der Nebenkosten verlangen, die nach der Beendigung des Mietverhältnisses entstanden wären. Man muss dem Vermieter ja nicht auch noch irgendetwas schenken.