Gründe gegen gemeinsames Sorgerecht 2013

Gleichwohl das Familienrecht viele juristische Fachgebiete beinhaltet, sind Sorgerechtsstreitigkeiten an der Tagesordnung. So traurig es klingt, aber Juristen mit Spezialgebiet „Familienrecht“ haben mehr als 100 Fälle im Jahr, wo es nur um das Thema Sorgerecht geht.

Man sollte annehmen, dass Kinder hier im Fokus stehen sollten und stets nach dem Kindeswohl entschieden wird, das mag von Gerichten und Juristen auch so geplant sein – doch Eltern streiten sich hier teilweise wie die Kesselflicker darum, wer der Bessere ist. Traurig, aber wahr. Trotzdem gibt es Gründe gegen ein gemeinsames Sorgerecht 2013, die man natürlich auch zum Wohle der Kinder stets beachten sollte.

Juristen beider Seiten sind darauf spezialisiert, dem entscheidenden Gericht mitzuteilen, welche Vorkommnisse gegen das gemeinsame Sorgerecht sprechen oder dafür. Doch heute ist dank gesetzlicher Bestimmungen sowohl für getrennte lebende Paare, Väter und Mütter die Chance groß, vor Gericht ihr Recht zu bekommen.

Sorgerechtstreitigkeiten – jede Partei wird gehört

Einst war es gerichtlich häufig so, dass am Ende eines Sorgerechtsstreits in aller Regel die Mutter als „Siegerin“ herausging. Seit 2013 sieht die Geschichte jedoch für Väter deutlich anders aus. Heute wird wirklich jedes Problem und jede Beanstandung gehört, um für das Kindeswohl eine beste Entscheidung zu treffen. Kinder ab 14 Jahre dürfen vor Gericht zudem selber aussagen und werden in der Urteilsverkündung berücksichtigt.

Doch auch jüngere Kinder werden gehört, wobei hier immer natürlich auch auf den Einfluss der Eltern geachtet wird. Jeder kann seine Sicht der Dinge vor Gericht vortragen. Sei es der Wohnort, mögliche wechselnde Partnerschaften, Gewalt, wenige Regeln, zu wenig Fürsorge & Co. Eben all das, was eine Partei für ein Kind entsprechend wichtig findet und auf der anderen Seite nicht zu finden ist. Persönliche Streitigkeiten sollten allerdings ein Ende haben, weil es hier einzig und allein um den Nachwuchs geht.

Väter haben vor Gericht dieselben Chancen

Vor dem Gericht werden Väter und Mütter mittlerweile gleich behandelt. Einst war es in der Tat so, dass Juristen die aufseiten des Vaters waren, vor Gericht sang- und klanglos untergingen. Es seiden, es konnte nachgewiesen werden, dass bei der Mutter des Kindes Alkohol- und Drogenmissbräuche vorliegen oder gar Gewalt als Erziehungsmethode gilt.

Wenn dem nicht so war, teilten Gerichte früher die Meinungen, dass Kinder zu ihren Müttern gehören. Doch liebe Väter aufgepasst, das Familienrecht hat sich deutlich zugunsten der Herren verändert. Ganz gleich ob getrennt lebend, geschieden und ausgezogen. Mittlerweile kann jeder Vater auch das alleinige Sorgerecht beantragen, und wenn es dafür plausible Gründe gibt, dann ist der Gang zum Familienrechtjuristen eine Empfehlung.

Sorgerecht und Co.

Sorgerechtstreitigkeiten sind, so salopp es klingt, das tägliche Brot eines jeden Familienanwalts. Leider ist es traurige Gewissheit, dass nach einer Trennung, selbst ohne plausible Gründe, viele Elternteile die Gunst der Stunde nutzen, um ihren Groll gegen den Ex-Partner auf den Rücken der Kinder austragen.

Trotzdem wurden auch die Rechte der Väter gestärkt, weil es immer häufiger vor Gericht aufgefallen ist, dass viele verschmälte Ex-Freundinnen die Chance genutzt haben, um ihrem Ex-Freund so zu schaden. Heute sind die Gerichte sehr flexible in der Entscheidung zum Wohle der Kinder, sodass auch Väter den Gang zum Familiengericht nicht mehr scheuen müssen, um ihre Rechte wahrnehmen zu können. Selbstverständlich alles zum Wohle des Kindes und bitte nur dann, wenn dieses ernsthaft gefährdet ist.